Kein Kommentar: Ich bin geschockt

Reiki_altSo hat eine Schülerin unsere Zufriedenheitsumfrage kommentiert. Zuerst war ich etwas verwundert, aber beim Nachdenken darüber verstehe ich es vollkommen.

Es gibt Schüler, die uns viele Jahre begleiten, manche über die gesamte Zeit der Schule. Und einige melden sich ein paar Jahre nicht und dann kommt die Zeit, wo sie weiterlernen wollen. Nun kommen sie auf eine Seite, die total anders aussieht. Es wurden nicht nur ein paar Anpassungen vorgenommen, sondern es ist echt nicht mehr wiederzuerkennen.

Es hat sich viel verändert

Der Name ist noch derselbe: Zen-Reiki. Die Absicht ist es auch noch: Reiki ohne Kommerz weiterzugeben. Aber der Rest? Die Lehrer sind auch verschwunden, Sylvia ist geblieben, die beiden anderen kennt der langjährige Schüler nicht. Wo ist die alte Familie, die Lehrer, die man so viele Jahre kennengelernt hat? Wo ist der eigene Lehrer hin?
Und dann liest man vielleicht weiter, dass auch bei uns die Zeit nicht stehen geblieben ist. Die nach außen vermittelte Harmonie vielleicht schon länger nur noch eine schöne Illusion war. Sich Routine eingeschlichen hat, der Motivation, sich selbst zu verändern, nicht mehr stark genug war.

Ein Ende mit Schrecken…

Wie sagt man so schön? Ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende. Genau so war es dann zum Schluss auch. Natürlich haben ich und auch wir lange damit gerungen. Was hat mich und uns gestört und Kraft geraubt? Was wollten wir ändern und konnten es nicht? Und schließlich, was wollen wir eigentlich? Ich weiß, dass unsere Erwartungshaltung sehr hoch ist, zuerst mal an uns selbst, aber auch an andere. Vielleicht ist es ein Fehler, zu erwarten, dass alle das gleiche Verständnis dafür haben, was eine gute Betreuung ist.
Aber eins weiß ich, wenn ein Zustand mehr Frust macht, als Freude, dann sollte man ihn ändern. Und wenn man es über zwei Jahre mehr oder weniger erfolglos probiert hat, dann ist der Punkt gekommen, dass eine klare Entscheidung gefällt werden muss.

Bereuen, oder nicht?

Inzwischen sind mehr als 5 Wochen ins Land gegangen und es fühlt sich richtig an. Wir arbeiten wieder. Gemeinsam entwickeln wir weiter, haben Spaß an dem, was wir tun, vergeuden keine Kraft mehr mit erfolglosen Aktivierungen. Wir streiten konstruktiv und diskutieren die Dinge aus. Neues entsteht.
Ja, es hagelt auch Kritik, was ist das für eine Schule mit so wenig Lehrern? Aber reicht nicht sogar ein Lehrer am Ende aus, wenn es der für einen passende ist? Und wenn das nicht zutrifft, dann geht man woanders hin.

Was sind unsere Ziele?

Es geht uns nicht darum, Hunderte Schüler auszubilden oder die größte und bedeutendste Schule zu werden. Es geht uns darum, unserem Anspruch treu zu bleiben. Genau die Schüler zu finden, die uns finden sollen und die zu uns passen. Und keine anderen.
Ja, wir müssen viele Schüler abweisen, weil wir mit diesem Anspruch wirklich nur einer kleinen Zahl von Schülern gerecht werden können. Und das werden wir auch. Die Schüler, die bei anderen Lehrern gelernt haben, verweisen wir an diese zurück. Sie sind ja nicht als Lehrer verschwunden, sondern nur nicht mehr Teil der Seite hier. Wir bleiben weiterhin eine Familie, wenn vielleicht auch auf eine losere Art als vorher. So wie sich auch die leiblichen Familien verändern, wenn Kinder groß werden und aus dem Haus gehen, wenn Eltern alt werden.

Leben ist Veränderung. Die Kunst ist, dies anzunehmen.

Geschrieben von Sylvi (Lehrer)

Sylvia Springer, Jahrgang 1954, hat 2002 die Zen-Reiki-Internetschule gegründet und leitet die Schule, Sie setzt sich seit dieser Zeit mit ihrem Team für die kommerzfreie Verbreitung von Reiki ein.

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Kommentare

  1. Liebe Sylvi,

    Im Jahre 2004 begann mein Weg hier bei Zen-Reiki. Ich durfte viele Jahre bei meiner lieben Lieselotte Müller lernen, die mich auch in viele verschiedenen Systemen eingeweiht hatte. Ich habe durch sie und dein Forum hier viel lernen dürfen. Das war für mich damals das Beste was mir passieren konnte 🙂 Du hast mit deiner Arbeit hier vielen Menschen die Möglichkeit gegeben, Reiki zu lernen und sich zu entwickeln.

    In den letzten Jahren war ich immer mal hier gewesen. Und jetzt sagte mir meine innere Stimme, dass es Zeit wird wieder weiterzumachen. Und dann komme ich auf deine Seite und dachte zuerst, ich wäre im falschen Forum. Wow, es hat sich ja richtig viel geändert. Aber das Leben besteht aus Veränderungen und nach so vielen Jahren brauchte es wohl auch hier eine Veränderung.

    Ich habe mich noch nicht ganz zurechtgefunden und werde mich jetzt mal hier durchlesen.

    Es ist schön wieder hier zu sein.

    Liebe Grüße
    Uschi

  2. Hallo, liebe Sylvia,

    nach sooo langer Zeit melde ich mich wieder einmal. Leider war meine liebe Frau zwei lange Jahre furchtbar krank (schwerste Depression). Aber wir haben es nun dank einer sehr guten Nervenärztin, selbst zusammengestellter Medikation aus Naturprodukten und unendlich vielen Reiki- Behandlungen überwunden und es geht ihr wieder viel besser. Auch wenn ich mich nicht oft meldete oder einloggte, so denke ich doch sehr dankbar an meine Ausbildungszeit bis zum Meister an meine Lehrerin. Reiki war für mich etwas Neues, Interessantes und machte mich furchtbar neugierig. Meinen ersten Grad erarbeitete ich mir bei der lieben Ingela Schmidt aus Nordhausen und ich wusste: es ist mein Ding. Das weitere weißt Du ja, liebe Sylvia. Jetzt schaue ich wieder gern mal im Forum nach und
    freue mich, dass es doch noch so viele Interessenten gibt. Es sei gesagt aus tiefstem Herze: Reiki ist eine wunderbare
    und entgegen allen Widersprechern eine heilende und kraftfördernde Methode, dem Menschen zu helfen und
    keineswegs schadend!

    Der Weg, den wir gehen, ist richtig und gut. Weiterhin viele Erfolge für Euch bzw. uns .

    1. Lieber Klaus-Dieter,
      es freut mich sehr, von dir zu lesen und dass es dir mit Reiki gut geht und du sogar deiner Frau helfen konntest. Jedes Jahr bekomme ich von dir eine Weihnachtskarte, das ist für ich auch ein Zeichen, dass du mich und Reiki nicht vergessen hast. Ja, der Weg, den wir gehen, ist richtig und fühlt sich gut an. Das bestätigt sich auch für mich immer wieder. Und ich darf ihn inzwischen mit Dani gemeinsam gehen, was eine große Bereicherung meiner Arbeit geworden ist. Nun ist es unser gemeinsames Projekt und wir haben viel bewegt in den letzten Monaten.

  3. Liebe Sylvi,

    es gehört jede Menge Mut dazu, solche große Veränderungen anzugehen. Mein Motto seit vielen Jahren ist: bleib immer selbst dir treu! Und du bist dir immer treu geblieben. Dafür bewundere ich dich sehr! Auch wenn du durch einen schmerzhaften Prozess gegangen bist, wirst du gestärkt daraus hervorgehen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und deshalb ist es wohl so gekommen, wie es kommen sollte. Der Krug geht solange zum Wasser, bis er bricht. Und so war es dann wohl auch in der Zen-Reiki-Internetschule. Wer sich hier als Schüler bewirbt, sollte sich freuen, bei euch lernen zu dürfen so ganz ohne Kommerz und nicht noch große Ansprüche an die Anzahl der Lehrer stellen. Dann sind Sie hier wohl fehl am Platze. Ich fühle mich sehr gut aufgehoben hier in dieser Gemeinschaft. Ich kann hier Gleichgesinnte im Forum treffen und mich austauschen. Auch kann ich alle Fragen an meine Lehrerin Dani stellen. Sie ist immer bereit, sie mir zeitnah zu beantworten. Die Qualität der Ausbildung finde ich sehr gut. Und darauf kommt es letztes Endes doch an. Glücklich kann man nur sein, wenn man sich wohlfühlt. Wenn wir Veränderungen annehmen, bleiben wir flexibel und können uns jeder auf seine Art weiter entwickeln. Ich jedenfalls fühle mich hier wohl und mein Leben hat sich in nur wenigen Wochen positiv verändert.

    Macht weiter so, liebe Zen-Reiki-Internetschule!