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Alten Eltern gerecht werden - eine Herausforderung

Elke,

das siehst du richtig. Man tut das, wann man schaffen kann, sollte dabei aber nicht die Verantwortung für sich selbst vergessen, man tut alles in Liebe, alles für die anderen und alles für sich selbst   in mitfühlender Liebe.

Es ist richtig, was du ausgesagt hast, unser Glaube, unsere Erwartungshaltung bestimmt unsere Realität, unser Leben.

Dein Grundsatz, dass das Altern des Menschen mit dem Glaubenssatz bzgl. des Alterns zusammenhängt, sehen sehr viele Weisheitslehrer genau so wie du. Wir denken uns alt. Wenn dann noch das Gefühl dazu kommt,     sind wir alt. Allerdings ist es in unserer Gesellschaft schwer, diesem Glaubenssatz zu entfliehen. Er wurde uns schon ab unserer frühesten Kindheit eingetrichtert. Alle Medien wiederholen ihn immer wieder, unsere gesamte Arbeitswelt beruht (noch) auf diesem Glaubenssatz, die Medizin beruft sich auf ihn - nur wir können versuchen, ihn immer mehr ins Wanken zu bringen.

Ich persönlich habe große Probleme damit, in mein Unterbewusstsein und in mein gesamtes bewusstes Denken, Fühlen und Handeln den neuen Glaubenssatz zu intergrieren, dass das Altwerden nichts mit dem Alter zu tun hat, dass wir selbst bestimmen, wann wir alt und gebrechlich werden und dass die biologische Lebenserwartung des Menschen eigentlich viel höher ist.

Vielleicht könnten wir es mit Affirmationen versuchen und zusätzlich die Hypophyse anweisen, die Sterbenshormone zu stoppen und Verjüngungshormone einzuleiten. Aber - folgende Frage erhebt sich bei mir bei allem doch: Ist es sinnvoll für das Bestehen der Lebewesen auf unserer Erde, wenn die Menschen sehr alt werden oder überhaupt nicht sterben? Wir sind doch jetzt schon fast zu viele.

Liebe Elke, @elke56

was du geschrieben hast, hat mich sehr berührt, auch die Ehrlichkeit, deine Hilflosigkeit, die man gegenüber den Stimmungen der alten Menschen hat. Die zunehmende Demenz, das immer wieder gleiche Reden, das Vergessen von Dingen, die passiert sind und die einen teilweise auch verletzt haben, damit umzugehen, ist nicht einfach.

Ich habe gestern eine Sendung im Deutschlandfunk gehört zum Thema Lebenszeit. Da hat jemand 100 Menschen porträtiert, die 100 oder älter sind und nach ihrem Leben befragt. Daraus ist die Sendung entstanden mit Interviews von einigen dieser Menschen. Sehr interessant, wie die Alten ihr Altsein annehmen, wieviel Lebenslust sie noch haben, wie sie mit ihren Einschränkungen umgehen.

Und genau da ärgere ich mich dann auch wieder über meine Mama, wenn sie, obwohl sie noch soviel Lebensqualität hat, immer wieder davon spricht, lieber gestern als heute gestorben zu sein. Nur, weil sie ihren eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht wird. Wie schade. Das Leben hat noch soviel zu bieten, sie sitzt noch am Rechner, sie kann noch kurze Strecken spazieren gehen.

Ich habe fest vor, mindestens 100 zu werden. Mal sehen, ob das so wird und wie ich mich dann anstelle.

Liebe Antoinette,

vor einigen Jahren habe ich genauso gedacht wie du und war in meiner  Opferrolle gefangen.  Ich dachte, wenn ich alt bin, werde ich gebrechlich und an irgendeiner Krankheit sterben. So ist ja der kollektive Glaube in unserer Gesellschaft.  Ich hatte dann ein Gespräch mit meiner Tochter, die meinte, dass es auch anders geht. Nämlich man kann gesund, mobil und geistig fit alt werden. Das hat mich aufhorchen lassen. Ich hatte zwar nie große Gebrechen oder Krankheiten, aber für mich ist das schon ein lohnendes Ziel am Ende des Lebens anzukommen und friedlich einzuschlafen. Seit ein paar Jahren interessiere ich mich für gesunde Ernährung. Die vielen unterschiedlichen Informationen dazu haben mich irgendwann zu der Erkenntnis gebracht, nicht irgendeinen Essenstil zu leben, sondern in mich reinzuhören und das zu essen was mir gut tut. Außerdem mache ich Yoga und konnte so meine Gelenkigkeit sehr stark verbessern. Ich fühle mich heute mit meinen 62 Jahren fitter als noch vor Jahren. Ein gutes Beispiel ist auch mein Partner Manni (71 Jahre) der noch bis letztes Jahr an einer Spinalkanalverengung in der Wirbelsäule litt und sich beim Gehen alle 10 Meter bücken musste, weil er Taubheitsgefühle in den Beinen bekam. Im Juni letzten Jahres war er dann bei einer Heilerin zur geistigen Wirbelsäulenaufrichtung und danach waren seine Beschwerden so gut wie verschwunden. Heute macht er schon wieder Sparziergänge von zwei Stunden, was davor noch unvorstellbar erschien. Und durch Reiki kann ich ihm jetzt die Energie geben, die er braucht. Hypnose ist auch ein sehr gutes Heilmittel. Seit ungefähr einem halben Jahr hören wir uns die 88 Heilaufträge (es ist eine Hypnose) bei YouTube an, die auch ihre Wirkung zeigen. Jeden Morgen sagen wir die Affirmation: ich bin gesund, es geht mir gut, danke Gott!  Auch finde ich die Affirmation gut: es geht mir jeden Tag in jeder Hinsicht besser und besser! Die ist von einem französischen Apotheker. Ich bin nicht der Meinung, dass wir zu viele Menschen auf unserer Erde sind, das wird uns von den Medien und den Mächtigen dieser Welt suggeriert. Es ist genügend Platz und auch Reichtum für alle da. Ich habe im Internet mal über Swissindo gelesen, da soll ein riesen Vermögen von König Salomon an die Menschheit verteilt werden. Ich bin fest von der Macht der Gedanken überzeugt. Das was wir denken, bekommen wir.

 

 

 

 

 

 

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Liebe Sylvi,

gestern habe ich mir die von dir empfohlene Radiosendung über die Hundertjährigen angehört. Ich möchte genau wie du ein sehr hohes Alter bei bester Gesundheit erreichen. Die Barmer Ersatzkasse macht auch Werbung mit Hundertjährigen in kleinen Videos, die man auf Google findet. Ja, wenn Menschen eine Vision haben oder Interessen, können sie sehr viel zu ihrer Lebensqualität beitragen. Meine Mama war zum Schluss auch allein, weil alle schon früher heimgingen als sie. So waren dann nur noch ihre Kinder, Enkel und Urenkel für sie mehr oder weniger für sie da. Früher las sie noch Bücher. Doch irgendwann, als ich sie fragte, warum sie nicht mehr lese, meinte sie, dass sie das nicht mehr behalte. Nachmittags schaltete sie immer den Fernseher ein und ließ sich von ihm hypnotisieren. Behalten hat sie davon allerdings auch nichts. Leider hatte sie auch nie eigene Interessen, weil sie sich voll ihre Familie gewidmet hat. Sie nahm ihr Schicksal jedoch gelassen hin. Sie sagte oft: na wenn der mich da oben noch nicht haben will! Einen Satz von ihr haben wir als Geschwister alle verinnerlicht. So sagte sie: Bewegung ist alles!  Und sie bewegte sich bis zu dem Tag, an dem sie ins Krankenhaus kam, danach stand sie nie wieder auf. Ich habe mir auch oft gewünscht, dass meine Mutter mit mir spazieren geht oder auch was mit sich selbst anzufangen weiß. Doch das lag nicht in meiner Macht, was ich es später begriff. Ich wollte auch immer, dass meine Mutter das tun sollte, was ich für richtig hielt, was sie natürlich nicht tat. Das alles hat mich sehr viel Kraft gekostet. Heute bin ich weiter, ich habe begonnen loszulassen  Von meinen Vorstellungen, wie andere zu sein haben, was andere denken sollen oder was sie machen sollen, damit ich mich gut fühle. Es ist alles leicht gesagt. Es ist gut jeden Menschen so sein zu lassen, wie er ist. Das weißt du bestimmt auch selbst. Ich habe mir auch jedes Mal gesagt, wenn ich zu meiner Mutter ging, dass ich mich nicht aufrege, doch wenn ich wieder nach Hause ging, war ich oft so voller Wut, weil sie sich mal wieder nicht waschen ließ oder sie nicht wollte, dass ich bei ihr lüftete usw. Es waren alles nur Belanglosigkeiten, wie ich heute weiß. Damals war ich aber so entnervt. Zum Glück konnten wir vor ihrem Tod noch alles klären.

Ich denke, dass wir das ganz toll hinbekommen mit dem Altwerden und sich dabei jung fühlen. Denn wir haben Interessen und den Glauben und sogar die Gewissheit, dass Gott uns führt und wir seine Energie fühlen können. Ich kann nur immer wieder betonen, dass ich jeden Tag für die Reiki-Energie so dankbar bin.

 

Liebe Elke,

Ich denke, dass wir das ganz toll hinbekommen mit dem Altwerden und sich dabei jung fühlen. Denn wir haben Interessen und den Glauben und sogar die Gewissheit, dass Gott uns führt und wir seine Energie fühlen können. Ich kann nur immer wieder betonen, dass ich jeden Tag für die Reiki-Energie so dankbar bin.

Ja, hoffen wir es mal und arbeiten daran. Vielleicht gelingt es uns besser. In dem Sinne ist meine Mama für mich auch eine Schule von Dinge, die ich nicht in der Art machen möchte. Ich möchte dieses Leben wollen behalten, dieses Wertschätzen des Lebens, ich möchte nicht sagen, nein, das lohnt sich nicht mehr, wenn ich neue Schuhe oder einen Mantel brauche. Ich finde, es lohnt sich immer, und sei es nur für den Moment, wo man es gekauft und sich darüber gefreut hat.

Wir hatten ein ziemlich böses Wochenende, Mama meinte wieder, ich wäre nicht liebevoll genug gewesen, als sie von ihrem schweren Toilettengang berichtet hat, wo sie eine Stunde versucht hat, sich den Stuhl aus dem Körper zu pressen. Ich hätte sie in den Arm nehmen und trösten sollen.

Dazu muss ich sagen, dass wir das Thema in periodischen Abständen immer wieder haben in allen appetitlichen oder unappetitlichen Formen. Falsches Essen, zu wenig Trinken, Abführmittel, Altersproblem, alles trägt dazu bei. Ich kann es nicht ändern und mein Mitleid bei dem Thema ist sehr begrenzt, wenn nicht mal die Dinge gemacht werden, die auf der Hand liegen.

Wenn ich dann als generell nicht liebevoller Mensch abgestempelt werde, aber von mir ein ganz anderes Bild habe, dann tut das nur noch weh. Sie drohte dann wieder mit dem Satz, dann müssen wir uns eben trennen und ich habe zum ersten Mal gesagt, ja, dann pack deine Sachen und geh.

Endlose Diskussionen, unproduktive Zeit. Grund sind falsche Erwartungen. Ich kann von einem Partner nicht erwarten, wie er mich zu lieben hat, wie er Anteil an mir zu nehmen hat. Ich kann mir etwas wünschen, aber das muss nicht erfüllt werden. Geistig gesunde Menschen verstehen zu nivellieren. Sie sehen die Dinge im Zusammenhang. Sie verzweifeln nicht an einer punktuellen Nichterfüllung. Alte Gehirne ticken leider anders. Ich sage immer, wie Schweizer Käse, es sind große Löcher in der Wahrnehmung und im Denken und vor allem im Behalten. Aus dem Restkäse entsteht ein verzerrtes Bild der Realität, was aber für die Alten genauso wahr ist, wie unser Bild ohne Löcher. Nur weichen die Bilder mit jedem neuen Loch zunehmend weiter voneinander ab. Rational alles klar, emotional leider nicht immer.

Liebe Sylvi,

du hast es nicht leicht. Das mit dem Stuhlgang kenne ich. Ich bin vor zweieinhalb Jahren rückwärts und kopfüber die Treppe hinabgefallen, vom zweiten in den ersten Stock und mit dem unteren Rücken auf Steinboden geprallt. Um das Steißbein herum hatte ich Schmerzen und innere Blutergüssen, habe aber nicht einmal meine Arbeit unterbrechen müssen, wie durch ein Wunder ist alles gut gegangen. Bis auf eins: Nach ein paar Tagen merkte ich, dass ich nicht mehr zur Toilette gehen konnte. Mir halfen nur Klistiere und Einläufe. Der Arzt meinte, die dafür zuständigen Nerven wären wohl in Mitleidenschaft gezogen worden - aber nach vier Wochen hätten sie sich regeneriert. Ich hatte Angst, musste eine Klassenfahrt absagen. Als die vier Wochen vorüber waren, hatte sich nichts geändert. Ultraschall und Darmspiegelung signalisierten nur, dass eigentlich alles in Ordnung war.

Dann begann ich, mich zu beeinflussen. Ich nahm Affirmationen und die Meditation zur Hilfe und nach vielen Wochen gelang es mir zu verinnerlichen, dass ich durch meine Ängste ein psychosomatisches Verhalten meines Körpers erzeugt hatte. Es dauerte trotz dieser Erkenntnis noch Monate, bis ich wieder vollkomen in Ordnung war. Erst als ich an diese Probleme nicht mehr dachte, war ich vollkommen geheilt.

Es wird bei deiner Mutter nicht viel anders sein. Wenn sie sich vernünftig ernährt, sich so viel bewegt, wie ihr möglich ist, muss sie erst noch ihre falsche Glaubenshaltung abbauen. Nur - ich bezweifle, dass du ihr dass erklären kannst und noch mehr bezweifle ich, dass sie dir glaubt.

Hast du dir schon mal überlegt, was es mit dir zu tun hast, dass dir deine Mutter so große Probleme bereitet? Eigentlich sind deine Gefühle doch dein Problem, nicht ihres. Warum hält dir das Leben diesen Spiegel vor? Dies kannst nur du herausfinden.

 

Liebe Elke,

ich hoffe, du hast Recht, dass wir noch ein bisschen Platz für noch mehr Menschen haben. Aber wenn ich sehe , wie der Lebensraum der Pflanzen und Tiere immer enger wird, weil wir uns immer mehr ausbreiten und wir unsere Erde immer mehr ausbeuten, muss ich so denken. Wenn die Erderwärmung weiter fortschreitet, wird es eng in den noch besiedelbaren Gebieten der Erde, Dürrezonen breiten sich aus, die Meere treten über die Ufer.

Ich weiß, dass ich mit diesen Prognosen die Wahrscheinlichkeit, dass dies eintrifft, für mich realisieren könnte. Aber ich muss einfach daran denken, dass der Ausspruch in der Bibel, dass wir uns die Erde untertan machen sollen, für mich vollkommen falsch ist. Ich sehe uns nicht als die wichtigsten Lebewesen auf der Erde an. Wir sind ein Teil der Erde, alle anderen Lebewesen haben die gleiche Lebensberechtigung wie wir, denn alles sind Aspekte Gottes. Und wir radieren gerade mal alles aus und ziehen uns selbst dadurch den Boden unter den Füßen weg und das im wahrsten Sinne des Wortes.

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Liebe Sylvi,

ich verstehe nur zu gut, was du jetzt durchmachst. Deine Mutter macht bestimmt nichts aus Boshaftigkeit, auch wenn sie dir sagt, du wärst nicht liebevoll genug gewesen. Es ist vielmehr ein unbewusster Energieklau von ihr. Das habe ich in dem Buch Celestine gelesen:

http://www.maya.at/Literatur/download/Celestine.pdf

Sie will dich damit nur herausfordern und indem du dich darüber aufregst oder ärgerst, bekommt sie von dir die Energie, die sie braucht. Reiki möchte sie ja nicht. Bei so einer Auseinandersetzung sind dann zwei Menschen aufeinandergetroffen, die sich entladen wollten. Als was anderes würde ich es nicht sehen. Und das kommt wohl in fast jeder Familie vor. Meine Mutter hat uns mit 60 Jahren schon erzählt, sie ist alt und braucht nichts mehr. Ich habe das über 30 Jahre von ihr gehört. Mein ältester Sohn hat immer gesagt: Hat Oma wieder Endzeitstimmung! Wenn deine Mama lebensmüde ist, gestehe ihr das doch einfach zu! Nur sie weiß, wie sie sich fühlt und was für sie das Beste ist. Ich bin der selben Meinung wie Antoinette. Du kannst die Antworten nur in dir finden. Ich empfinde dich als einen sehr liebevollen Menschen, der in Leben was erreicht hat und offen für die Zukunft ist. Die Umbruchsphase bei Zen-Reiki ist außerdem für dich auch eine große Herausforderung, so sehe ich das jedenfalls. So kommt dann einiges zusammen und du bist vielleicht dünnhäutiger als sonst. Ich wünsche dir ganz viel Kraft um all das zu meistern.

Liebe Elke,

danke für deine tröstenden Worte. Ja, mit dem Energieklau habe ich auch schon oft so gesehen. Man bekommt etwas um die Ohren gehauen, um ein schlechtes Gewissen zu haben und dann möglichst noch mehr zu tun. Das geht leider nicht. Ich habe ja noch richtig Glück gehabt, denn die Endzeitstimmung meiner Mama begann erst so gegen 80, du hast das noch viel länger erduldet.

Ja und es stimmt auch, dass ich dünnhäutiger geworden bin. Ich glaube, nur meine Dani kennt diese ganzen Baustellen, der Umbruch bei Zen-Reiki ist wirklich nur ein Baustein davon.

Der andere große ist meine Enkeltochter C. Ich erinnere mich noch an ihren 2. Geburtstag. Wir haben mit Mama C. von der Kita abgeholt, das Kind strahlte und meine Mama brach aus heiterem Himmel in Tränen aus. Vor der Kleinen. Ich habe Mama in den Arm genommen und gefragt, was denn los sei. Darauf kam die Antwort: Ich werde sie nicht aufwachsen sehen.

Irgendwie habe ich 2 Kinder um mich rum gehabt, ein 2-Jähriges und ein 91-Jähriges. Und da war die Welt noch in Ordnung. Wenige Monate später erkrankt C. nach einer Impfung an Epilepsie, ist monatelang im Krankenhaus. Da gab es viele Momente, wo man hätte weinen wollen und nicht gedurft hat. Nächste Woche wird C. 4, Entwicklungsstand weniger als damals mit 2.

Wie schaut es denn aus, liebe Annette, hast du dafür auch einen weisen Rat, den du loswerden kannst? Bei manchen deiner Beiträge kommt es so rüber, als wenn du deine Lebensweisheit aus Büchern hast. Möge es dir erspart bleiben, den Verfall eines geliebten Menschen mitzuerleben.

Liebe Sylvi,

ich habe bisher das große Glück, keinen ältern Verwandten betreuen zu müssen. Daher habe ich auch zu diesem Thema nichts zu berichten und dafür bin ich auch dankbar.

Dennoch bin ich etwas erschrocken über Deine Erlebnisse mit Mutter. Mir kam der Gedanke, wie gut es Euch Beiden täte, mal für ein paar Tage oder vielleicht auch nur einige Stunden Abstand von einander zu gewinnen, wieder Luft holen zu dürfen und neue Kraft zu schöpfen. Ich meine bewusst für Euch Beide!

Wie wäre das nun möglich, ohne dass Mutter das Gefühl hat abgeschoben zu werden....

Gibt es nicht die Möglichkeit mit ihr gemeinsam eine Tagesklinik zu besuchen, sich gemeinsam dort zur Kaffeezeit umzusehen und erste Kontakte zu knüpfen? Die Pfleger dort haben sicher genügend Erfahrung, um Deiner Mama zu einen neuerlichen Besuch reizvoll erscheinen zu lassen. Wie ich lese, spielt sie gern. Dort haben sie mit Sicherheit eine große Auswahl an entsprechenden Spielen und Spielpartner finden sich bestimmt auch. Deine Mutter wird natürlich nicht sofort von den Vorteilen überzeugt sein. Das bedeutet zwar für Dich erst einmal mehr Zeit mit Ihr zu verbringen, aber ich sehe darin eine große Chance, für diese Investion an Zeit und Liebe belohnt zu werden.

Mitfühlende Grüße

Susanne

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Ihr Lieben, liebe Sylvi,

ich habe sehr viel gelesen und - leider oder zum Glück (aus welcher Position man es sieht) auch das meiste davon erfahren.

Meine Mutter wurde zu Beginn meiner frühesten Kindheit schwer krank. Mein Kindheit verbrachte ich unter der Aufsicht von Verwandten, später dann an den Nachmittagen im Krankenhaus. Ich erfuhr sehr intensiv das Bangen um eine sterbenskranke Mutter, Rettungswagen, OP`s ... Als ich in der Abiturphase war, erlebten wir den klinischen Tod meiner Mutter, waren vor der Tür, als ihr durch einen Luftröhrenschnitt das Leben gerettet wurde. Was für ein Leben? Ein Leben mit einem mannskopfgroßen Narbenbruch, daraus folgende mehrere Darmverschlüsse, immer wieder Rettungswagen ... Ich selbst hatte auch schon reichlich OP-Erfahrung plus Vollnarkosen. Als meiner Mutter dann der Bauch aufriss, mussten mein Mann und ich in der Nacht zwei Kinder allein lassen, um meinem Vater zu helfen, der vollkommen zusammenbrach und am Ende seiner Kräfte war. Meine Mutter konnte wieder gerettet werden, danach hatte sie einen schweren Verkehrsunfall mit Kopfverletzung, überstand auch dies und fiel danach in schwerste Depressionen mit Essensverweigerung. Ich hatte zwei Kinder, einen Beruf, einen Ehemann und diese schwere Aufgabe seit Kindheitstagen, die meine Mutter mir beschert hatte. Da ich inzwischen sehr viel Erfahrung gesammelt hatte, konnte ich, als mein Vater dann Schlaganfälle und Herzinfarkte im Wechsel erlitt, sofort nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus den Ärzten sofort das Wichtigste über den Krankheitsverlauf meines Vaters mitteilen und sie konnten sofort helfende Maßnahmen durchführen. Inzwischen hatte ich selbst eine Saniausbildung absolviert, die ich ja auch brauchte, und war in der Lage, schon vor dem Eintreten eines Schlaganfalls bei meinem Vater den Rettungsdienst zu rufen und einen Herzinfarkt frühzeitig zu erkennen. Nur einmal war ich verreist - und mein Vater starb.

Die Depression meiner Mutter ging weiter, sie wollte unbedingt in ihr elterliches Haus zurück, weg aus ihrer Wohnung, zu ihrer Schwester. Ich hätte sie auch nicht übernehmen können, das hätte das "Aus" meiner Familie bedeutet. Meine Mutter hätte niemand ertragen können, meine Familie hätte mich verlassen,  und - ich habe mich für meine Familie entschieden. Meine  Tante hat es auch nicht lange mit meiner Mutter ausgehalten, durch die Belastung brach bei ihr eine Gürtelrose aus, durch die sie für Monate ins Krankenhaus musste. Und - meine Mutter kam in ein Pflegeheim, in dem wir sie von Zeit zu Zeit besuchten.

Und wie war meine Kindheit? Sorgenvoll, wenig Freude, eine Mutter, die mit ihrer Krankheit alles durchsetzen konnte. "Du bist schuld an meinem Tod." "Du bringst mich ins Grab.", kam von meiner Mutter. Und mein Vater: "Reiß dich zusammen, du weißt doch, wie krank deine Mutter ist." Was ich da erlebt und was ich aushalten musste, will ich nicht weiter schildern. Bevormundung und Vorwürfe gingen weiter, auch als ich schon selbst zwei Kinder hatte.

Und - wie bin ich damit fertig geworden? Ja, ich habe mein ganzes Leben gelitten und all das hat auch den Verlauf meines Lebens bestimmt. Ich habe alles durchgemacht, Wut, Verzweiflung, ... Nur Sport hat mir wirklich geholfen.

In meinem Beruf hatte ich auch zahlreiche Probleme, die auch mit diesen negativen Erfahrungen zusammen hingen.

Ich will nicht so weit ausholen, hier nur kurz: Ich lernte Reiki kennen, meditierte, lernte mich kennen, versetzte mich in meine Kindheit zurück, bearbeitete mein inneres Kind, versetzte mich in die vorgeburtliche Phase zurück. Lernte zu verzeihen, erfuhr, warum ich dies alles erleben musste, um so zu sein, wie ich jetzt bin. Lernte, alles Äußere als Spiegel zu erkennen.

Und heute - heute bin ich dankbar. Ohne dies alles hätte ich nicht dies alles erfahren und hätte nicht so viel in und an mir verändert. Ohne all diese Erfahrungen würde ich heute nicht die richtigen Bücher lesen und wäre nicht in der Lage, diese Bücher dann auch richtig zu verstehen. Ich habe Frieden geschlossen, liebe meine Eltern, weiß, warum sie mir diese Lernerfahrungen geschenkt haben. Ja, und wahrscheinlich habe ich ja aus genau diesem Grund diese Eltern als meine Eltern erwählt.

Ich habe in dieser Inkarnation sehr viel erfahren und lernen dürfen und weiß eins ganz genau:

Alles, was wir im Außen erleben, hat was mit uns selbst, mit unserer Entwicklung zu tun. Alles Negative im Außen entsteht in unserem Innern, es soll uns nicht schaden, im Gegenteil, es soll uns reich machen, es soll uns das schenken, was wir für unsere weitere spirituelle Entwicklung brauchen.