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Mein Karma ist schuld oder etwa ich?

FRAGE: Manche Leute geben ihrem Karma die Schuld an all den Dingen, die sie an ihrem Leben nicht mögen.

ABRAHAM: Genau, das nennen wir die Karma-Ausrede:»Ich bin fett in diesem Leben, weil ich im letzten verhungert bin.« Weil ich weiß, dass es nichts bringt, mir selbst die Schuld zu geben, weise ich meinem höheren Selbst die Schuld zu. Das ist sicherer, denn niemand kann es sehen. Und ich bin fein aus dem Schneider.

Hicks, Esther. Ein neuer Anfang: Das Handbuch zum Erschaffen deiner Wirklichkeit (German Edition) (S.292). Ansata. Kindle-Version.

Frage: glaubst Du an Karma?

Karma ist für mich persönlich immer dann hilfreich, wenn ich mich dabei ertappe nicht für das Wohl meiner Mitmenschen handeln zu wollen. Uneigennütziges Tun fällt mir leichter, wenn ich mir vorstelle: "jetzt zahle ich in meine Karma-Bank ein!" Damit löse ich meine Erwartungen von dem Gedanken, dass mir derjenige dem ich jetzt etwas Gutes tue, dies in irgendeiner Form zurück gibt.

Für meinen Geist war das ein befreiender Schritt!

Was mein Schicksal betrifft finde ich es fast zu einfach meinem vorherigen Leben eine "Schuld" zu geben. Viel lieber denke ich, wenn es Probleme gibt, dass ich mir einen guten Teil davon selbst ausgesucht habe, um mir meine Aufgaben in diesem Dasein zu setzen. Ich liebe den Gedanken, dass ich mir als ungeborene Seele meine Eltern selbst ausgesucht habe - das ist doch ein schöner Impuls und gibt eine völlig neue Sichtweise auf unseren Weg. Immerhin wachsen wir an unseren Aufgaben, wir sollen nicht davon gebrochen werden...

Lieben Gruß, Anna

 

Zitat von Antje am 07.05.2020, 10:46 Uhr

Frage: glaubst Du an Karma?

Karma ist für mich persönlich immer dann hilfreich, wenn ich mich dabei ertappe nicht für das Wohl meiner Mitmenschen handeln zu wollen. Uneigennütziges Tun fällt mir leichter, wenn ich mir vorstelle: "jetzt zahle ich in meine Karma-Bank ein!" Damit löse ich meine Erwartungen von dem Gedanken, dass mir derjenige dem ich jetzt etwas Gutes tue, dies in irgendeiner Form zurück gibt.

@asw

Nein, wir glauben nicht an Karma, jedenfalls nicht im Sinne der Kirche und vieler Literatur. So nach dem Motto: Tue Gutes und du bekommst Gutes.

Wir sind hier um zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Da es die Dualität von Gut und Böse nur hier in unserer Dimension gibt und die geistige Welt nicht wertet, wäre jede Form von angesammelten Karma ja dann Quatsch. Wir machen Erfahrungen hier, die wir mitnehmen in spätere Leben und auch der geistigen Welt übermitteln in Form von Gedanken und Energie.

Wobei wir uns gut fühlen, ist aber unsere Entscheidung. Du fühlst dich gut, wenn du anderen Menschen hilfst und dein Ego zurückstellst. Das ist ja auch eine der gesellschaftlichen Erwartungshaltungen. Der andere fühlt sich gut, wenn er es nicht tut, seine Zeit allein genießt und mit sich und der Welt um Reinen ist.

Du baust gutes Karma auf und er nicht? Wir glauben nicht. In dem Falle tun beide das Richtige, weil es ihnen einfach gut geht.

Wenn ich aber Gutes tue, weil es andere erwarten, dann geht es uns nur scheinbar gut. Denn innerlich fühlen wir, dass wir uns mal wieder geopfert haben. Dass wir uns aufgegeben haben für andere. Da hilft uns der Karma-Bonbon, den wir uns einreden, nur wenig. Denn eigentlich haben wir gegen unsere eigene Intuition gehandelt und im inneren haben wir keine guten Gefühle.

Wir müssen lernen, mehr auf unsere Gefühle zu hören als auf Karma.

Liebe Grüße

Sylvi + Dani

Hallo!

Ich habe auch das Gefühl, dass dieses Konzept von Gut und Böse nur für den Menschen erstellt wurde, um ihm das Leben zu "erleichtern". Der Mensch denkt in Kategorien und fühlt sich sicherer, wenn er etwas einsortieren kann (siehe Schubladen Denken). Eine Gesellschaftliche Ordnung ist ebenfalls mit so einem Konzept leichter.

Es ist schwierig zu verinnerlichen, dass es in der geistigen Welt dieses Konzept nicht gibt und sich davon frei zu machen auch im irdischen Leben. Aber es könnte bereichernd sein 🙂

LG

@calix

da gebe ich dir vollkommen recht, es ist für uns, die wir die Dualität aller Dinge erleben, extrem schwer vorstellbar, dass in der geistigen Welt der Mörder denselben Wert hat wie das Opfer. Es entspricht nicht unserem Gerechtigkeitsempfinden.

Wir leben im Urteilen und Vergleichen. Die Vorstellung, dass da irgendwo niemand über uns urteilt, außer wir selbst, ist schon sehr extrem.

Auf der Erde brauchen wir diese Konzepte, die sich ja auch in den Gesetzen widerspiegeln. Wir brauchen dunkel, um hell zu verstehen und zu schätzen, wir brauchen Winter, um den Sommer richtig zu genießen, wir brauchen Täter und Opfer. Die Dualität hilft uns, für uns selbst Position zu beziehen und Erfahrungen zu machen.

Vielleicht geht es einfach darum, das wiederzuentdecken, was wir schon mal wussten und es mit den Erfahrungen dieses Lebens zu integrieren?

Sylvi