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Der Anfang vom Ende deiner Probleme

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Liebe Zen-Reikis,

wäre es nicht schön, wenn wir eine „Zauberformel“ hätten, durch die sich quasi alle unsere Probleme in Wohlgefallen auflösen würden?!?!!!!

Ich habe sie für mich gefunden und möchte sie an euch weitergeben. Vielleicht hilft sie euch auch, vielleicht auch nicht. Jede/r ist für sich selbst verantwortlich, aber es ist einen Versuch wert.

Die allermeisten Probleme in meinem Leben (wenn nicht sogar alle), habe ich selbst erschaffen oder erhielt sie selbst am Leben.  Und ich bin mir sicher, dass ich kein Einzelfall bin. ; )  Das kann einem ganz leicht durch die Art und Weise passieren, wie wir Ereignisse und Situationen betrachten und vor allem bewerten! ( Dazu jedoch zu einem anderen Zeitpunkt mehr.) Und auch, wie wir unsere Sprache gebrauchen. Die Worte, die wir benutzen, vermitteln unserem Unterbewusstsein zum jeweiligen Ereignis eine bestimmte Bedeutung und somit ein bestimmtes Gefühl. ( Der Geist bestimmt die Materie.)

Und deshalb ist der erste Schritt zur Auflösung deiner Probleme folgende „Zauberformel“:

Verwende ab jetzt statt des Wortes „Problem“ das Wort „Projekt“ und statt des Wortes „Schuld“ das Wort „Verantwortung“!

Und schau, was passiert. Beobachte, wie es sich für dich anfühlt und ob es auch etwas bei deinem Gegenüber verändert und  ..... übernimm auch die Verantwortung für alles, was du sagst und tust und auch für alles, was du nicht sagst und tust.

Bis man sich eine Verhaltensweise ab- oder angewöhnt hat, benötigt man drei Wochen andauernde Übung.

Viel Freude und Erfolg beim Ausprobieren! Ich bin gespannt, was ihr berichtet!

Gabi

P. S.: Fangt mit einfachen Sachen an wie z. B. : „Immer kommen wir zuspät wegen dir!“  (wäre jetzt DAS, was ich jetzt nicht mehr sagen würde; umwandeln dürft ihr das schon selbst) und nicht direkt mit einer handfesten Beziehungskrise. Übung macht den Meister. Dies ist schließlich erst der Anfang.  ; )

Eine wunderbare Sache...

Ich habe schon vor vielen Jahren die Frage nach der Schuld ad absurdum geführt. Wir suchen nicht nach Schuldigen, sondern nach Lösungen. Nicht mal nach Verantwortlichen...

Probleme zu Projekten zu machen, ist eine feine Sache. Die Methode werde ich gerne aufgreifen.

Danke dir, Gabi, für den Denkanstoß

Liebe Gabi,

ich finde deinen Beitrag echt toll, danke dafür. Ich hatte am Wochenende wieder die Diskussion mit meiner 92 jährigen Mama, die auch so gut wie immer jede Schuld von sich weißt. Ich stelle diese Schuldfrage gar nicht, aber jede Auseinandersetzung endet immer damit, dass sie abblockt und meint, dass sie Schuld hat. Nicht in ihren Augen, aber in unseren. Und da wir ja zu zweit sind, mein Mann und ich, sie eh immer verliert.

Eine Schulddiskussion ist nie produktiv, weil in der Regel jeder von seinem Standpunkt überzeugt ist, von dem heraus sogar Recht haben kann, ohne dass der Standpunkt bei einer neutralen Wertung als richtig betrachtet werden muss. Die Verlagerung darauf, Verantwortung zu übernehmen, kann aus einer Lähmung herausführen. Ich werden das mal probieren, weiß aber nicht, ob es bei teildementen Menschen auch noch eine Lösung ist. Aber danke für die Anregung.

Sylvi

Liebe Suse, liebe Sylvia,

genau das ist das Ding: Schuld ist wie eine Anklage!  Viele Menschen geben unbewusst ihre Verantwortung für ihr Wohlergehen ab, indem sie eine andere Person dafür verantwortlich machen,  dass es ihnen jetzt schlecht geht oder dass ein Schaden entstanden ist. Dabei könnten sie selbst vielleicht sogar ganz einfach zu einer Lösung gelangen, indem sie Verantwortung übernehmen und handeln, statt darauf zu warten, dass jemand anderer ihre Gedanken errät und dafür sorgt, dass es ihnen gut geht. Verantwortung für mich, mein Leben, meine Zufriedenheit und mein Handeln zu übernehmen, ist der Schritt raus aus der Passivität, hin zur Aktivität, zur eigenen Wirksamkeit (= Selbstwirksamkeit) und somit zur Lösung! Wir können uns dadurch von Umständen lösen, die so nicht mehr zu uns passen, die wir nicht zu verantworten haben. Na und wenn doch, dann übernehmen wir eben die Verantwortung und schauen, was zu tun ist! Das ist sehr lösungsorientiert. Da ist kein Problem mehr, denn es gerät etwas in Bewegung. Es kommt etwas in Fluss. Wo mich nichts blockiert, kann die Energie fließen. Auch das ist ein Aspekt der Energieerhöhung.(siehe entsprechendes Thema im internen Forum)

Ebenso verhält es sich mit dem Problem und dem Projekt! Wenn wir ein Problem haben, ist in sehr Vielen die Vorstellung einer großen Blockade -sehr unangenehm. Der Fokus ist dann darauf gerichtet, was NICHT klappt. Vielleicht kommt sogar ein Gefühl in uns auf wie : ‚Kann ich das wirklich schaffen? Wird es mir gelingen?‘ Doch allein die Umbenennung wirkt in mir ganz anders: ich bin motiviert Lösungen zu finden; ich erfreue mich an neuen Wegen; ich werde kreativ; wenn mal etwas nicht so klappt, überlege ich, was ich ändern kann, um mein Projekt ans Laufen zu bekommen! Auch hier schaue ich auf das, was nicht klappt, aber ich kann es als positive Herausforderung annehmen  und komme so in Fluss, selbst wenn Stolpersteine oder Turbulenzen aufkommen sollten, denn ich habe ein Ziel und ich bin motiviert mein Bestes zu geben. Ok, vielleicht nicht immer, aber es wird mir gelingen, denn ich arbeite sehr viel lieber daran als an einem Problem.

Liebe Sylvi, bzgl. deiner Mutter hat diese Anwendung sicherlich enge Grenzen. Die Generation unserer Eltern hat nocheinmal eine ganz andere Beziehung zur „Schuld“. Sie haben in jungen Jahren in einer ganz besonders belastenden und entwürdigenden Gesellschaft gelebt. Alle, die in dieser Zeit gelebt haben, die sich für sich und ihre Familie gesorgt haben (auch schon als Kind) und diese Zeit überlebten, mussten sich in ihrem Leben sicher schon vielfach mit Schuld und Verantwortung auseinandersetzen, ohne vielleicht für sich eine Lösung gefunden zu haben. Demenz oder auch die Anfänge davon sind eine weitere belastende Situation, die ich aus eigener Erfahrung in meiner Familie kenne. Evtl. könnt ihr noch gemeinsam Lösungen finden. Das nimmt dann oft viel Zeit in Anspruch, nimmt aber unter Umständen auch einen Teil der Angst. Wenn man weiss, dass man alles tut, was man verantworten kann und in der entsprechenden Situation erforderlich ist, kann einen das schon selbst entlasten. Dafür wünsche ich euch weiterhin viel Kraft, Liebe und Pausen an der richtigen Stelle.

Alles Liebe

Gabi

        „Mutterliebe ist überbewertet.“

Liebe Zen-Reikis,

heute möchte ich euch einen neuen Impuls zum Ende eurer Probleme geben. 😉

Vor zwei bis drei Jahren, als mein „Mutter-Muster“ in mir arbeitete und ich mit ihm, sagte eine kluge Frau zu mir: „Mutterliebe ist überbewertet.“ Im ersten Moment hatte ich ganz schön zu schlucken, aber ich öffnete mich diesem Satz mit seiner Aussage und ließ ihn wirken. Mir wurde relativ schnell klar, was dieser Satz (für mich) zu bedeuten hatte: die Frau, die uns zur Welt bringt, die uns hoffentlich in Liebe gezeugt hat und uns in sich getragen hat,  ihr übertragen wir alle Verantwortung für unser Wohlergehen, für unser Gefühl, von der Welt geliebt zu werden, angenommen und gewollt zu sein. Und was ist, wenn genau diese Frau das gar nicht leisten konnte?! Wenn sie evtl. selbst um Liebe, Anerkennung und Urvertrauen ringt?

Ich möchte an dieser Stelle keine Diskussion über Mutterliebe, die Rolle der Mutter, Aufbau von Urvertrauen, die wichtige Bedeutung der Erfahrungen und Prägungen im ersten bis siebten Lebensjahr usw. entfachen. Es ist einfach ersteinmal eine plakativ provokante Aussage, die zum Nachdenken anregen kann, aber nicht muss.

Mich brachte sie damals zum Nachdenken. Mir begegneten in dieser Zeit immer wieder Situationen, die vollkommen überbewertet waren z. B.: bei der Post schnell dran kommen, schnelles Internet, eine grüne Ampel, viele Dinge in extrem kurzer Zeit abarbeiten, neue Klamotten, eine saubere Küche ..... ! Der Alltag ist voll mit Dingen, die vollkommen überbewertet sind! Und bald schon wurde dieser Ausspruch „ .... ist vollkommen überbewertet“ zu einem sehr erheiternden und lösenden Aufhänger zwischen meiner Freundin und mir und natürlich für mich selbst. Vor allem Bewerten ist vollkommen überbewertet! Einfach mal inne halten. Auf das schauen, was IST ... wertfrei. Es ist manchmal nicht ganz einfach, löst einen aber vom Problem bzw. vom Projekt 😉 und kann wirklich erheitern, wenn man sich darüber bewusst wird, woran man sich klammert oder welche Erwartungshaltungen einen begleiten.

Herzlichst

Gabi

 

P.S.: Ich habe gerade bemerkt, dass vor meinem aktuellen Beitrag, Sylvi von einem Ereignis mit ihrer Mutter berichtet hat und ich ihr darauf geantwortet habe. Deshalb möchte ich jetzt noch verdeutlichen, dass die Überschrift „Mutterliebe ist überbewertet“ losgelöst von den vorherigen Beiträgen zu lesen ist. Auch wenn mir die Abfolge jetzt etwas unglücklich erscheint, aber ich wollte dafür kein neues Thema beginnen, weil es eben noch zu den Problemen gehört, die man sich so schafft.

Liebe Sylvi, ich hoffe, du hast das auch genau so verstanden, sonst tut es mir sehr leid und ich lösche es wieder.

Alles Liebe

Gabi

Liebe Gabi,

ich habe dich schon richtig verstanden. Ich sehe auch im Bewerten ein Hauptübel für viele Dinge auf dieser Welt, die im zwischenmenschlichen Bereich schief laufen. Dieses Bewerten ist ein Wettkampf, ein besser sein wollen, ein sich besser fühlen wollen. Oft werden damit andere kleiner oder schlechter gemacht.

Und woran bewerten wir denn? An unseren Maßstäben. Sind die richtig? Sie sind subjektiv, wie alles.

Wir werden das Bewerten nicht abschaffen, aber es ist schon ein großer Schritt, wenn wir es wenigstens reduzieren.

Sylvi

.. ein interessantes Thema .. habe mich bisher zu Sylvias Beitrag ( betr. ohre Mutter ) noch nicht geäussert weil da ebend zu wenig Informationen vorlagen.. nun aber  ebend mal dieses :man kann sich vornehmen "angemessen" zu Handeln , dies zu seinem zeitweiligen Arbeitsprojekt machen, das wäre dann sowieso der nächste Schritt, sowas ist nicht einfach, aber wenn man es richtig betrachtet auch nicht schwer , wenn man sich nur keine Vorwürfe macht wenn man mal nicht " angemessen gehandelt hat, entschuldigt man sich ebend geistig und nimmt sich vor es das nächste mal besser zu machen..

 

(ich selbst mache das so )

 

noch mal was zum Thema Mutter bzw Elternbeziehungen.. meiner erfahrung nach sind Eltern oft das Problem /Übel für eigenes Karma bzw  deine eigenen verschiebungen in deinem Energiesystem.. ihr wisst schon was ich meine.. möglicherweise übersieht man soetwas aus dem Aspekt der "Mutterliebe" heraus.. später bzw früher oder später  tritt das dann als "kaum erfüllbare Forderungen " zutage bzw wird so deutlicher.. ?

 

meine Erfahrungen sind nämlich so...

 

lg

Liebe Sylvi,

ich sehe das ähnlich mit dem Bewerten und Fällen von Urteilen.

Wir sind so schnell dabei, unsere Wertvorstellungen und Urteile zu äußern und zu fällen.

Nur mit Achtsamkeit und Dankbarkeit können wir dem entgegentreten und immer wieder üben und üben.

Mich selbst zu ertappen, wenn ich wieder mal wieder ein Urteil gefällt habe. Und dann darüber zu schmunzeln, dass es wieder mal passiert ist, ist ein Lösung für mich.

Mein Vati ist 88 Jahre jung. Und es gibt manchmal Dinge zwischen uns, die sehr belastend sind. Ich bin dann einfach dankbar, dass er noch da ist. Und sage mir, dass er ein viel viel  schwierigeres Leben als ich hatte.

Und er sein Bestes  gegeben hat, genauso wie ich und wie jeder andere von uns.

Und das hilft mir Mitgefühl zu entwickeln, und einen anderen Blickwinkel zu bekommen.

Wir alle kämpfen mit den gleichen Herausforderungen. Und daran versuche ich mich dann zu erinnern.

Liebe Manu,

ja, das mit den Belastungen kenne ich auch. Meine Mama ist 92 und bis 89 war eigentlich alles ziemlich gut. Es wird mehr und mehr zur Herausforderung, zumal ich selbst nie Großeltern erlebt habe. Mein Papa ist schon 30 Jahre tot, der war also geistig noch voll da, als er starb.

Das mit dem Urteilen kenne ich auch, wir werden so konditioniert, alles zu bewerten. Und Urteile sind oft Kritiken oder negativ angehaucht. Denk an die Schulzeit. Es werden die Fehler angestrichen, nicht alle richtigen Wörter. So lernen wir schon als Kinder, dass wir generell auf Dinge hingewiesen werden, die nicht gut sind. Wie sollen wir da gut werden? Wie sollen wir lernen, dass ein kleines Lob, ein liebes Wort oft viel hilfreicher sind als Urteile?

Ich denke auch, unsere Eltern hatten ein Leben, was wir alle nicht haben wollen. Der Krieg, der Hunger, das Verlieren von lieben Menschen. Die schwere Zeit des Aufbaus. Und wir? Ewige Komfortzone und Nörgeln über wirklich unwichtige Dinge. Also meinen Respekt und meine Achtung haben diese alten Herrschaften auf jeden Fall.

Wir werden es nicht immer schaffen, nicht zu urteilen, aber ich sehen es auch so, wenn wir es uns bewusst machen und immer wieder darauf achten, dann ist es schon viel.

Sylvi

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