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Hallo Ihr lieben Zens!

Seit nunmehr eineinhalb Jahren bin ich, inspiriert durch meine spirituelle Nachbarin, auf dem Weg. Ich habe Bücher verschlungen, gelernt zu meditieren und mit Yoga begonnen. Schon schnell habe ich die ersten wunderbaren und anfangs auch verwirrenden Erfahrungen mit meiner beginnenden Spiritualität gemacht. Ich habe entdeckt, dass ich in meinen Händen Energie fühlen und weitergeben kann.  Eine wunderbare Gabe, die durch meine Einweihungen in Reiki und durch die Übungen gestärkt wurde. Es gibt mir viel Kraft und Freude, Reiki geben zu dürfen und zu erfahren wie es nicht nur mir selbst, sondern auch anderen hilft. Ich möchte mehr! Ich möchte dieses Geschenk weiter geben.

Ich habe einerseits eine neue, mir bis dahin unbekannte Ruhe in mir entdeckt, auf der anderen Seite ist da aber auch mit jeder neuen Erfahrung und jedem neuen Erkennen von Zusammenhängen eine neue Unruhe in mir entstanden… Ich suche!

In den Büchern heißt es, die Intuition zeige den Weg. Es sei so einfach, man müsse sich nur der inneren Führung anvertrauen und schon zeige sich die Erkenntnis, die es dann nur noch umzusetzen gelte… Ha! Kein Ding, gell.

Aber da ist doch noch ein großer Stolperstein im Wege: Der Verstand! Das spirituelle Wissen sagt, es gibt nichts zu verlieren, alles zu gewinnen – Der Verstand sagt, du hast einen guten Job, stehst mit beiden Beinen im Leben. Das kannst Du doch nicht alles über den Haufen werfen. Einen neuen Beruf toll, aber wie viele Jahre würde es dauern, bis du den tatsächlich ausüben könntest und frag Dich doch einmal: Ist das realistisch?

Sicher gibt es unter Euch viele, die ähnlich auf der Suche sind oder einige, die den Weg schon gefunden haben. Es gibt so viele Weg, viele Abzweigungen. Aber stehen bleiben kommt nicht mehr in Frage – findet Ihr nicht auch?

In Vorfreude auf viele interessante Beträge…

Euch sonnige Wintertage

Eure Susanne

Liebe Susanne,

danke erst Mal für dein interessantes Thema und auch ich bin gespannt auf all die Beiträge die kommen werden.

Ja der liebe Verstand hat auch mich lange Zeit in meinem alten Leben gehalten. Bis es irgendwann die Weggabelung gab, im alten bekannten zu versauern. Lethargisch den Alltagstrott zu leben oder endlich aufzubrechen. Aber aufbrechen bedeutet meist auch Umbruch und Veränderung. Hatte ich davor Angst? Ja ich denke schon. Und trotzdem habe ich es irgendwann gewagt. Was dann auf mich zu kam, hätte ich mir nicht im geringsten vorgestellt. Mein altes Leben wie ich es kannte, war von einer Sekunde zur anderen Weg.

Familie und Bekannte haben überhaupt nicht verstanden, was in mir vorgeht. Letztendlich haben sich viele deswegen abgewendet, weil ich in ihren Augen mit meiner Veränderung nicht mehr tragbar war. Aber auch das hat mich nur weiter gebracht. Gerade in dieser Zeit hat mir der Verstand auch häufig geraten dreh um, geh nicht weiter. Aber mein Herz und mein Bauch waren da absolut anderer Meinung. Und hier bin ich nun.

Am Anfang meiner Suche nach was auch immer habe ich mich ebenfalls auf  alles gestürzt. Ich habe zahlreiche Bücher gelesen, Meditation usw. Mache ich heute auch noch allerdings in einem deutlich geringeren Maße. Spiritualität ist nichts was man aus Büchern herauslesen kann. Es ist ein Weg, den man geht. Ja anfangs unterstützen einen die Bücher vielleicht. Es geht bei der spirituellen Suche auch bei weitem nicht darum alles über den Haufen zu werfen. Spirituell sein bedeutet nicht gleichzeitig Realitätsflucht, sondern beides miteinander zu verbinden.

Hier ein Beispiel: Hab ich einen tollen Beruf? Ja! Ich für mich kann sagen den habe ich. Ich liebe meinen Beruf. Ich verdiene mit etwas mein Geld, was mir wirklich Spaß macht, und noch besser ich kann gut davon leben und meinen Hobbys nachgehen. Meine Freizeit so gestalten, wie ich es jetzt gerade tue. Und trotzdem gibt es Phasen, da kotzt er mich auch mal an. Werfe ich es deswegen über den Haufen? Natürlich nicht. Ich habe mir häufig die Frage gestellt, ob ich das was mir Freude bereitet, wirklich zu meinem Hauptberuf machen möchte. Macht es mir noch Spaß, wenn ich damit mein Geld verdienen müsste?

Ich für mich kann sagen ich habe meinen Weg gefunden und trotzdem kommt ein Stehenbleiben nicht in Frage. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen, denen man sich stellen muss. Veränderungen sind gut auch, wenn man Anfangs vielleicht davon abgeschreckt wird. Aber gibt es nichts schlimmeres, als immer im alten festzustecken?

Dani

Liebe Susanne,

also ich hatte auch nicht den Mut, mein Leben komplett über den Haufen zu werfen und auf die spirituelle Schiene zu springen. Je besser man im Job angkommen ist, desto schwieriger wird das wohl auch sein.

Weiterhin steht dem entgegen, dass mein Gefühl sagt, dass man Energie oder spirituelle Dinge nicht verkaufen darf. Zeit schon, aber nicht mehr. Damit steht die Frage, ob ich damit dann am Enge auch noch ein auskömmliches Einkommen haben werde.

Ein weiterer Aspekt ist, dass mir Normalität immer wichtig war. Ich wollte nie abgehoben sein, wollte immer das Normale behalten, mit normalen Menschen, die ihren Job haben und ihre ganz alltäglichen Probleme auf Augenhöhe reden können. Weil ich da selbst drin stehe, weil ich selbst jeden Tag mir Zeit nehmen muss, beide Seiten des Lebens zu bedienen, die weltliche und die geistige. Das bleibt für jeden ein Spagat.

Inzwischen bin ich in der Situation, nur noch wenige Monate zu haben, bis ich mein Arbeitsleben vollendet habe. Dann wird eine neue Phase beginnen. Eigentlich hätte ich dann weniger Spagat, könnte mehr die geistigen Ebenen ausleben und mich dahin entwickeln. Warten wir einfach mal ab, wohin das Leben mich führt. Es bleibt spannend.

Sylvi

Vielen Dank für Eure ausführlichen Berichte!

Mir geht es da sehr ähnlich: Ich möchte auch mit beiden Beinen im Leben stehen bleiben und mich zugleich spirituell weiter entwickeln. Diese wunderbaren Erfahrungen verleiten durchaus auch mal ein wenig zu schweben, gerade, wenn die Rückmeldung kommt, dass Reiki wirkt. Das schmeichelt dem Ego. Nun, das finde ich okay. Es soll ja auch etwas davon haben 😉

Aber mir geht es tatsächlich in der Frage, wie ich dieses Geschenk weitergeben, nutzen könnte. Nicht um Anerkennung. schon gar nicht in Form von Geld zu sammeln. Nein, einfach weil es eine Gabe ist, die ich nicht für mich behalten und im stillen Kämmerlein anwenden, sondern ein großes Geschenk, das ich weitergeben möchte.

Dazu eine kurze Geschichte: Gerade heute Nacht habe ich eine ganze Weile nicht schlafen können. Schäfchen zählen...  Meditieren... oder... Ja, meine Tochter hatte mir gestern Abend von dem Rückenleiden ihrer lieben Schwiegermutter berichtet und mir kam der Gedanke, wie schön es wäre wenn ihr gerade heute zum Familienfest ein wenig von den Schmerzen genommen werden könnte... so bat ich kurz entschlossen mitten in der Nacht um Reiki und ließ einen starken Energieball entstehen. Ich wußte genau, was zu tun war, inclusive des Hon Sha Ze Sho Nen. Was mich beeindruckte, denn es ist ja bekanntlich kein einfaches Zeichen und ich hatte es schon einige Zeit nicht mehr angewendet. Ich sandte diesen großen Energieball vom Harz bis in die Heide und sah dabei die Schwiegermama vor mir. Das spannende war die Ankunft dieser Energie: Ich sah einige Zeit später ein intensives, fazinierendes Farbspiel vor mir. Und DAS ist eine so wunderbare Bestätigung, DA bin ich sicher, Reiki bewirkt Gutes!

Ich bin also so zu sagen auf der Suche nach Gelegenheiten 🙂 Auf der Suche und gleichzeitig zuversichtlich, dass sich diese ergeben werden... und wenn es mitten in der Nacht ist!

Auch Euch viel Energie ...

Eure Susanne