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Ab in die Rente - Fluch oder Segen?

Ihr Lieben,

vielleicht ist der eine oder andere von Euch auch in dem Alter, dass er sein Arbeitsleben beenden kann oder muss und hat Interesse, seine Meinung zum Thema einzubringen?

Inzwischen ist bei mir der komplette Ausstieg aus der Welt der Beschäftigten fast anderthalb Jahre her. Wobei ich die letzten Monate davor bereits in einer Altersteilzeit im Teilzeitmodell gearbeitet habe, also nur noch die Hälfte der Stunden geleistet habe. Dieser sanfte Ausstieg hatte Vor- und Nachteile. Der Katapult aus einer Welt der Termine und des Leistungsdrucks in Richtung absolute Bedeutungslosigkeit verlief also mit angezogener Handbremse. Wenn man in der Arbeit war, war man noch zum Teil gefragtes Mitglied im Team, merkte aber doch schon, dass man durch die Sonderrolle nicht mehr in der Oberliga mitgespielt hat.

Scheibchenweiser Abschied, wenn man weiß, dass man bestimmte Dinge nun zum letzten Mal erledigt. Manchmal gut, wenn es nicht so geliebte Tätigkeiten waren, manchmal auch mit einem bisschen Wehmut, wenn man das, was man tat, auch sehr geliebt hat.

Aber am Ende kommt für jeden der Tag, wo man nicht mehr mitspielt. Was passiert nun mit einem selbst? Fällt man in ein tiefes Loch oder empfindet man Freude an den neuen Möglichkeiten, vor allem Herr seiner eigenen Zeit zu sein? Je nachdem, welcher Stellenwert die Arbeit für einen Menschen hatte und wie man sich damit identifiziert hat, werden die Gefühle sehr unterschiedlich sein.

Ich habe meine Arbeit geliebt und sie auch fast durchweg gern gemacht. Trotzdem war es am Ende auch eine Befreiung, dass die Zeit dafür abgelaufen war. Ich wusste immer, dass meine Arbeit nicht meine Berufung war. Und ich habe vor, noch viele Jahre auf dieser Welt zu weilen, wenn das Schicksal mich lässt.

Ich genieße es, zu mir selbst zu finden, lernen zu dürfen und auch Zeit dafür zu haben. Ich möchte meiner Berufung näher kommen und für andere Menschen da sein, alles, was ich weiß, auch weitergeben. So wie ich es als Reiki-Lehrer bisher tun durfte, Menschen auf ihrem Lebensweg begleiten.

Als ich letzte Woche ein Auto gekauft habe, meinte der Verkäufer, dass er nun auch in den nächsten 2 Jahren in den Ruhestand gehen wird mit seiner Frau. Aber das kommt denn dann noch? Ein trauriger Satz. Es kommt das, was wir daraus machen - sofern die Gesundheit mitspielt.

Das Beste liegt immer vor uns, wenn wir offen sind. Dann können wir die Früchte von allem genießen, durch das wir hindurchgegangen sind. Daran möchte ich glauben und das auch für die Zukunft so gestalten.

 

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen.

Eure Sylvia

Liebe Sylvia,

das ist ein Thema mit dem ich mich noch nicht auseinander gesetzt habe aber durch die Beobachtung meiner Umwelt kann ich nur das Sprichwort bestätigen „Wer rastet der rostet“. Ich hätte für mich schon viele Themen/Bereiche, die ich angehen würde, da mir im Augenblick für viele Sachen einfach die Zeit fehlt.

Im Grunde kommt es immer auf einen selbst an, ob es sich positiv oder negativ entwickelt, das Leben hat so viele schöne Facetten.

Man muss die eine Tür nur schließen, um die nächste Tür aufgehen zu lassen.

Liebe Grüße

Barbara